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3. MAX ERNST DadaMax in Köln

Mai 14, 2010

geb. 1891 in Brühl  bei Köln

Vater = Lehrer an Taubstummenschule und Hobbymaler.

Kindheitserinnerungen an seinen Papagei, der in der Geburtsnacht seiner kleinen Schwester stirbt.

Max Ernst bewundert die romantischen Landschaftsbilder Caspar David Friedrichs und fühlt eine starke Affinität zum Wald.

1909 – 1914  Studium der Philosophie und Psychologie u.a.m.  hat aber  NIE  wirklich Kunst studiert !

Autodidaktische Frühwerke sind von Expressionismus und Kubismus beeinflusst, denn er hat Kontakt zu den Rheinischen Künstlern um August Macke, die wiederum in engem Kontakt zum französischen Kubismus/Orphismus um R. Delaunay stehen…..

1914 – 1918  Kriegsdienst

1918  Heirat

ab 1919   DadaMax  in Köln , Mitarbeit bei der kritischen Zeitung “ Der Ventilator „,  sie wird prompt von der Militärbehörde verboten.

DADA  propagiert statt Kunst die DADA-ANTI-KUNST, denn ALLES  IST  KUNST ! KUNST = LEBEN UND LEBEN = KUNST !!

Deshalb verwendet  MaxE nicht mehr die klassischen Malmaterialien, sondern stellt aus banalen Alltagsmaterialien  „Anti-Kunst“ her :  baut dadaistische Objekte und klebt Materialcollagen aus Abfall bzw. aus betont alltäglichen Materialien und Gegenständen, die NICHTS  mit Kunst zu tun haben und deshalb garantiert keine „hl. cunst“ im traditionellen Sinn ergeben können und insofern provozieren und gegen alle ästhetischen Konventionen und gegen alle traditionellen Wertvorstellungen revoltieren. Hinzu kommen die typisch dadaistischen Nonsense-Titel voller ironisch-aggressiver Wortspiele…. z.B. “ finger weg von der hl. cunst“ oder “ sodaliten (Soldaten) schneeberger drücketäler (Drückeberger) rosinen und mandeln schlagen die eingeborenen mitteleuropas zu meerschaum und eilen nach stattgehabter denudation den ereignissen in bester absicht voraus „.

ernst30.html = „Frucht langer Erfahrung“ Materialmontage 1919

Max Ernst. The Gramineous Bicycle Garnished with Bells the Dappled Fire Damps and the Echinoderms Bending the Spine to Look for Caresses. 1920/21. Gouache on print.

Max Ernst Zitat : „An einem Regentag in Köln am Rhein erregte der Katalog einer Lehrmittelanstalt meine Aufmerksamkeit: Ich sehe Anzeigen von Modellen aller Art : mathenatische, geometrische, Anthropologische, zoologische, botanische, anatomische, mineralogische, paläontologische usw., Elemente von so verschiedener Natur, dass die Absurdität ihrer Ansammlung blick- und sinnverwirrend wirkte, Halluzinationen hervorrief und den Gegenständen neue, schnell wechselnde Bedeutungen gab. Ich fühlte mein Sehvermögen plötzlich so gesteigert, dass ich die neuentstandenen Objekte auf neuem Grund erscheinen sah. Um diesen festzulegen, genügte ein wenig Farbe oder ein paar Linien, ein Horizont, eine Wüste, ein Himmel, ein Bretterboden und dergleichen mehr… Es galt dann nurmehr, die Resultate durch ein paar Worte auszudeuten… “

Freundschaft mit  HANS ARP, Bildhauer und Dada-Dichter

…. Übergang zum Surrealismus……

In der Zeitschrift „Valori plastici“ findet Max Ernst einige Abbildungen von Gemälden Giorgio de Chiricos. Die Verbindung von untereinander beziehungslosen Dingen, angestrahlt und scharfe Schlagschatten werfend im späten Nachmittagslicht, die Widersprüche der Raum-und Größenverhältnisseerschaffen eine neue andere SURREALE Wirklichkeit…….